Acrylamid

Acrylamid – Ein potenziell krebserregender Stoff in unserer Ernährung

Acrylamid ist eine chemische Verbindung, die bei hohen Temperaturen bei der Zubereitung von Lebensmitteln entsteht. Es wird bei der Herstellung von Kartoffelprodukten wie Chips und Pommes, Keksen, Brot und Kaffee gebildet. In hohen Dosen kann Acrylamid als krebserregend gelten und ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten wie Darmkrebs, Nierenkrebs und endokrine Tumore hervorrufen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Acrylamid als „möglicherweise krebserregend für den Menschen“ eingestuft. Obwohl weitere Studien erforderlich sind, um die Auswirkungen von Acrylamid auf den Menschen vollständig zu verstehen, ist es wichtig, dass wir uns bewusst mit dieser Substanz auseinandersetzen und Maßnahmen ergreifen, um unsere Aufnahme zu begrenzen.

Es gibt ein paar einfache Schritte, die Sie unternehmen können, um Ihre Acrylamidaufnahme zu reduzieren. Hier sind einige Tipps:

  • Vermeiden Sie Überbräunung: Übermäßiges Bräunen von Lebensmitteln kann die Acrylamidbildung erhöhen. Stattdessen sollten Sie Ihre Lebensmittel auf eine goldene Farbe braten oder backen.
  • Verwenden Sie frische Zutaten: Frische Lebensmittel enthalten normalerweise weniger Acrylamid als verarbeitete Lebensmittel. Verwenden Sie daher frische Kartoffeln und Kaffeebohnen anstelle von tiefgefrorenen oder getrockneten.
  • Vermeiden Sie hohe Temperaturen: Hohe Temperaturen können die Acrylamidbildung erhöhen. Verwenden Sie daher niedrigere Temperaturen beim Kochen und Backen und kochen Sie Ihre Lebensmittel nicht zu lange.
  • Wählen Sie alternative Kochmethoden: Versuchen Sie, Ihre Lebensmittel auf andere Weise zuzubereiten, wie zum Beispiel Dämpfen oder Kochen. Diese Methoden können die Acrylamidbildung reduzieren.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Acrylamid in einer Vielzahl von Lebensmitteln vorkommt und eine vollständige Vermeidung unmöglich ist. Allerdings kann eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung dazu beitragen, dass Sie Ihre Acrylamidaufnahme begrenzen und damit Ihr Risiko einer Krebserkrankung reduzieren.

Vorkommen:   in Chips, Pommes, Spekulatius

Entstehung:   als ungewolltes Nebenprodukt

Erklärung:   es ist Erbgutverändernd, leberschädigend, vermutlich krebserregend. Es wird zudem in der Leber zum weitaus gefährlicheren Glycidamid umgewandelt

Empfehlung:   Seltener Konsum von Kartoffelchips, Pommes nicht über 175 Grad erhitzen. Lieber hell und gatschig essen, statt dunke und kross. 

Alternative:    Maischips statt Kartoffelchips.

Weitere Informationen: Wikipedia